Lokales Marketing: 1 + 1 = 3

 

Um mit lokalem Marketing zu beginnen hilft es, sich den Weg der Kunden vorzustellen, der sie zu einem Geschäft oder einer Dienstleistung führt. Wo hält er oder sie sich auf? Ist er oder sie online-affin? Oder eher nicht? Wo bewegt er oder sie sich im echten Leben? Und wie finden sie von dort den Weg zu Ihnen?  

 

1 Das Internet wird bleiben, definitiv!

 

Es hat sich gezeigt, dass die Rechnung „Kunde lässt sich im Geschäft beraten und kauft dann online“ immer mehr auch umgekehrt funktioniert. Das bedeutet, viele Kunden informieren sich zunächst im Internet, um dann vor Ort zu kaufen. Das bedeutet somit auch, dass eine eigene Internetpräsenz unabdingbar ist, wenn Sie nicht bei der Vorab-Recherche der Kunden schon aus dem Blickfeld fallen möchten.

 

Interessant dabei ist, dass der Anteil der Suchanfragen mit lokalem Bezug bei Google kontinuierlich ansteigt. Anhand einer Ortsangabe weiß die Suchmaschine, dass man ein stationäres Geschäft sucht. Ebenso mehren sich Anfragen von mobilen Geräten, deren Nutzer etwas in ihrer Nähe suchen. Es ist also sinnvoll, in den lokalen Suchanfragen möglichst gut positioniert zu sein. Dazu trägt die lokale Suchmaschinenoptimierung mit verschiedenen Maßnahmen bei. 

  • Auf der eigenen Website, z.B. durch Einbinden einer Anfahrtsbeschreibung und der Öffnungszeiten sowie von relevanten Inhalten mit lokalem Bezug etc.
  • Online abseits der Website, z.B. durch einen Eintrag bei Google MyBusiness und in relevanten Online-Branchenverzeichnissen, durch eigene Social Media Profile oder durch Bewertungen etc.

 

+1 Das echte Leben leben

 

Doch nicht alle Menschen sind online oder mögen es, sich im Internet zu informieren. Deswegen sollten Sie neben der digitalen auch die analoge Welt in Betracht ziehen, um Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Ein nicht zu unterschätzendes Medium sind beispielsweise die Lokalzeitungen oder Anzeigenblätter. Sie werden gelesen! Wenn Sie also ein relevantes Angebot für die Leser vor Ort haben, sollten Sie auf jeden Fall über diesen Weg nachdenken. Nicht nur Anzeigenschaltungen können dabei eine Wirkung haben. Mit einem guten Thema, dass den Lesern einen Mehrwert bietet, können Sie Pressearbeit betreiben und ggf. einen redaktionellen Artikel platzieren, der Sie als Experten für ein bestimmtes Thema ausweist. Ein einfaches Beispiel: Als Apotheker*in kennen Sie sich mit Gesundheitsfragen aus. Schlagen Sie der Redaktion einen Text vor über Hausmittel zur Stärkung der Abwehrkräfte. Oder als Inhaber*in einer Pension können Sie vielleicht mit Insider-Tipps zu Ihrem Viertel punkten.

 

Eine andere Möglichkeit sind ganz klassische Flyer, die Sie beispielsweise bei Kooperationspartnern auslegen oder zu anderen Käufen/Produkten dazugeben, um beispielsweise auf ein neues Angebot aufmerksam zu machen.

 

Immer wichtig: Machen sie die Kontaktaufnahme oder den Besuch in Ihrem Geschäft so einfach wie möglich, mit einer klaren Aufforderung an den Kunden und klaren Kontaktinformationen – sonst besteht die Gefahr, dass er oder sie doch wieder abspringt.

 

= 3 Die Mischung macht’s

 

Spitzenmäßig wird es, wenn Sie im nächsten Schritt Maßnahmen finden, die verschiedene Kanäle kombinieren. Binden Sie die Kunden beispielsweise über eine sympathische Aktion ein, die zu weiterer Interaktion führt. Ein Beispiel: Verteilen Sie vor den Sommerferien Postkarten mit der Bitte, diese aus den Ferien an Sie zu schreiben. Loben Sie einen Gewinn als Anreiz aus. Die eingehenden Postkarten können Sie in Ihrem Geschäft ausstellen oder über soziale Medien teilen und so den Effekt verlängern. Auf diese Weise wird der Einkauf mehr zu einem Erlebnis und führt dazu, dass Sie in Erinnerung bleiben und weiterempfohlen werden.

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